Wenn ich mich mit anderen Menschen unterhalte und diese mich nach meinem Beruf fragen, ist die nächste Frage meistens etwas wie „Oh, da müssen Deine Kunden aber viel Geld haben um sich einen Personal Trainer leisten zu können, oder?“ – „Nicht unbedingt.“ lautet dann meine Antwort.

 

Natürlich ist es nicht billig, mehrmals pro Woche mit einem Personal Trainer zu trainieren. Wer im Internet nach einem halbwegs qualifizierten PT sucht, stößt auf Preise von 60,- bis 120,- € pro Stunde. Meistens findet dieses Training beim Kunden zuhause, in Fitnessstudios (vielfach mit mehreren hundert anderen Mitgliedern, wo man an den Geräten oft Schlange stehen muss) oder in kleinen, meist sehr spärlich ausgestatteten PT-Studios oder sogenannten „Lounges“ statt.

Zum Vergleich: Bei einer Frequenz von 2-4 Trainingseinheiten pro Woche liegt der Stundensatz pro Einheit im Rahmen eines 12-wöchigen Paketes bei uns zwischen 60,- und 70,- € pro Stunde.

„Ok“, höre ich Dich jetzt denken, „das ist zwar vergleichsweise günstig – und Mitgliedsbeitrag, Anmeldegebühr oder extra Geld fürs Duschen oder für Shakes muss ich auch nicht zahlen. Aber mindestens 560,- € pro Monat (bei 2x Training pro Woche á 70,- €) ist mir einfach zu viel“. Das ist auch völlig legitim. Wir haben alle unterschiedliche Gehälter und unterschiedliche Gründe zu trainieren. Für den Einen sind 560,- € nun mal 25% oder mehr des Monatsgehalts, für den Anderen eben nicht – oder die Sache ist es ihm trotzdem wert. Der Eine fährt Fiat, der Andere Porsche. Die Hauptsache ist, dass man damit von A nach B kommt.

Allerdings kommen viele Fitnessstudio-Mitglieder oftmals gar nicht vom Fleck, wenn es um das Erreichen von Zielen geht. Schlechte und unqualifizierte Betreuung, die falsche Atmosphäre und mangelnde Motivation können Ursachen sein. In diesem Fall hat man leicht 1-2 Jahre Mitgliedsbeitrag inkl. Anmeldegebühr in den Sand gesetzt (bei angenommenen 40,- € Monatsbeitrag + 100 € Anmeldegebühr sind das mal eben zwischen 580,- und 1.060,- €). Hinzu kommt 1-2 Jahre Zeitverschwendung und angestauter Frust.

 

Aber es geht natürlich auch günstiger! Die Frage ist, welcher Typ du bist und welche Art von Betreuung Du benötigst.

Es gibt Menschen, die wollen einfach nicht ohne einen Personal Trainer trainieren und können sich das, zumindest für einen bestimmten Zeitraum, auch leisten. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen mit einem hochqualifizierten Trainer in einem guten PT-Studio zu trainieren – dagegen spricht oft der finanzielle Aufwand.

Einige Leute würden ohne Personal Trainer überhaupt nicht trainieren – zu busy, sie brauchen den verbindlichen Termin und den „Arschtritt“. Busy sein heißt aber in der Regel auch: erfolgreich sein und damit genug Geld für PT haben.

Dann gibt es noch Menschen, die sollten ohne professionelle Aufsicht auch gar nicht trainieren, da sie sonst so ziemlich alles falsch machen und sich womöglich mehr schaden als Gutes tun würden.

Und schlussendlich gibt es noch die oben erwähnten Menschen, die regelmäßig alleine trainieren gehen, aber trotzdem nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Die Fitness Studios sind voll mit ihnen, ob als Aktive oder als Karteileiche.

 

Das sind die Leute, die auch mit weniger Geld die gleichen Ziele wie unsere PT-Kunden erreichen können.

„Training an der langen Leine“ heißt das Zauberwort bzw. der Zaubersatz.

 

Und so geht`s:

Du kommst zu einem ersten Termin zu uns, in dem wir eine BioSignature-Messung machen, Dir einige Fragen stellen und ein kurzes Assessment bezüglich Deiner körperlichen Leistungsfähigkeit durchführen. Wir erstellen Dir darauf basierend einen individuellen Trainingsplan und werden erste Ernährungsumstellungen und Lifestyleanpassungen vornehmen. Dann trainierst Du die nächsten 3 Wochen mit diesem Plan und den Vorgaben in Eigenregie in deinem Fitnessstudio, wobei wir für Rückfragen und unerwartet auftauchende Probleme natürlich erreichbar sind.

Nach den ersten 3 Wochen kommst Du zur zweiten Messung, bekommst einen neuen Trainingsplan basierend auf deinen Ergebnissen und eine angepasste Ernährungs-, Supplement- und Lifestylestrategie. Das Procedere wiederholt sich für 4 Monate und kostet bei uns aktuell 490,- €. Rechnen wir Supplements von 60,- bis 100,- € (also 80 € im Schnitt) pro Termin dazu (ja, Supplements sind nötig um schnelle Fortschritte zu machen – mehr dazu hier), macht das in Summe 970,- € bei 6 Terminen in 4 Monaten.

 

Das sind 242,50 € pro Monat. Dieses Summe dürfte JEDER mit einem Budget von 2.000,- € Netto im Monat übrig haben.

 

Es kommt natürlich darauf an, wie man sich sein Geld einteilt. Ein mittelschwerer Raucher (3 Schachteln pro Woche) gibt ca. 60,- € im Monat für Zigaretten aus. Das ist schon mal fast die komplette Mitgliedschaft bei einem Low-Budget Fitnessstudio für die besagten 4 Monate! Ein Wochenendalkoholiker gibt im Schnitt noch deutlich mehr Geld pro Monat für Alkohol, Club-Besuche und den Döner danach aus. Wer den Peter Zwegat macht und einmal Bilanz zieht, der wird schnell sehen wo das ganze Geld bleibt und was davon wirklich wichtig ist.

 

Fakt ist: Wer will, der kann. Es ist alles eine Frage der Prioritäten.        

Selbst mit einem kleineren Budget wäre es also machbar, regelmäßig und mit Erfolg zu trainieren.

 

Wenn Du vor hast in Deine Gesundheit, besseren Schlaf, ein höheres Energielevel und in Dein Erscheinungsbild zu investieren, lautet die Frage eigentlich nicht, ob Du Dir Personal Training leisten kannst. Die Frage lautet, ob Du es Dir leisten kannst keine professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen – und so womöglich viel Zeit, Energie und Geld verschwendest!

 

Von Philip Schmieder