Viele Trainierende kennen es: Man trainiert, aber der Erfolg bleibt aus. Für einen Großteil ist es die traurige Realität, dass die Traumfigur wohl immer ein Traum bleiben wird. Aber woran liegt es, dass Erfolglosigkeit in Bezug auf die Zielerreichung fast Standard ist? Hier sind 10 Gründe, die deinen Erfolg gegebenenfalls sabotieren:

 

1. DU WÄHLST DIE FALSCHE STRATEGIE FÜR DEIN ZIEL

Wer den falschen Weg wählt, kann einfach nicht ans Ziel kommen. Typischerweise wird z.B. extensives Ausdauertraining als vermeintliche Lösung zur „Straffung“ des Körpers gewählt – die Kurse in den Fitnessstudios sind überfüllt mit ambitionierten Ladies und die Straßen & Parks sind voller Jogger. Wer diese Trainierenden hinsichtlich Haltung, Körperzusammensetzung und Leistungsfähigkeit betrachtet sollte sich fragen, ob dies wirklich zum Erfolg führt. Abgesehen von diesem Beispiel gibt es natürlich noch unzählige andere, aber dies ist sicher das häufigste…

 

2. DU KONZENTRIERST DICH NUR AUF DAS TRAINING

„Ich muss im Training nur ordentlich Gas geben, dann wird das schon!“. Sicher sind die Impulse im Training ausschlaggebend für eine Veränderung, diese kann aber nur erfolgen, wenn die anderen Erfolgsfaktoren diese auch unterstützen. Wer nichts isst, wird nicht aufbauen. Wer nicht schläft, regeneriert nicht richtig und kann nicht hart trainieren. Wer zu wenig isst, wird kein Fett reduzieren… Und wer nur Müll in sich reinstopft, der kann trainieren wie er will, es wird sich trotzdem nahezu nichts tun. You can’t outwork a shitty diet. Viele Faktoren zusammen entscheiden über Fortschritt oder Stillstand – Training alleine reicht in der Regel nicht.

 

3. DU TRAINIERST EINFACH NICHT HART GENUG

Um eine Veränderung herbeizuführen, muss ein sog. überschwelliger Reiz gesetzt werden. Wer stetig in seiner Komfortzone trainiert, wird somit keine Anpassung auslösen. Wenn der Körper durch zu geringe Trainingsimpulse keine Notwendigkeit erfährt, sich an die neuen, höheren Anforderungen anzupassen, dann tut er dies auch nicht. Der Körper funktioniert ökonomisch: Wozu etwas verändern, wenn es nicht sein muss? Und nur weil das Training ein wenig anstrengend ist, heißt das noch nicht, dass es effektiv ist. Viele Trainierende bleiben weit unter ihren Möglichkeiten.

 

4. DU BLEIBST NICHT KONSTANT AM BALL

Besser selten als nie. Dennoch führt nur Konstanz und eine gewisse Trainingsfrequenz ans Ziel. Wer nur sporadisch trainiert, wird nichts erreichen – ungeachtet der Qualität des Trainings. Das gilt auch für bereits erreichte Erfolge: Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht und meint so das Niveau halten zu können, wird in der Regel enttäuscht. Use it – or lose it.

 

5. DU TRAINIERST ZU VIEL

Motivation und Trainingseifer sind lobenswert, müssen aber intelligent dosiert werden. Nicht immer gilt „Viel hilft auch viel“. Gerade bei jungen Trainierenden wird oft der Fehler gemacht, dass getrieben vom Wunsch nach schnellen Erfolgen viel zu oft und umfangreich trainiert wird. Der Impuls für die Anpassung wird im Training gesetzt, die Anpassung erfolgt in der Ruhephase. Wer beispielsweise 5x wöchentlich seinen Bizeps zerstört, der muss sich nicht wundern, wenn die Arme nach 3 Monaten immer noch so aussehen wie zuvor, wenn nicht sogar dünner.

Auch im Personal Training wird oft der Fehler gemacht, dass die Kunden im Training teilweise regelrecht vernichtet werden. Wichtig ist, den Fokus im Training auf die Progression zu legen: Bin ich besser als im letzten Training? Nur so ist Fortschritt gewährleistet und auch messbar. Hirnlos zerstören kann sich/dich Jeder, die Kunst liegt in der individuellen Dosierung und im konstanten Fortschritt.

 

6. DIE AUSNAHME BLEIBT NICHT DIE AUSNAHME

Nach dem Training „…kann man sich auch etwas gönnen“. Grundsätzlich gilt, dass man sich mit effektivem Training sicher mehr Ausrutscher erlauben kann als ohne, häufig aber dient ein (oftmals inneffektives) Training als Rechtfertigung für Exzesse jeglicher Art. Hinzu kommt, dass vielfach nur das fokussiert wird, was richtig gemacht wird und schnell vergessen und/oder verdrängt wird, was von der Strategie abweicht. Wer stolz auf eine gute und gesunde Mahlzeit am Tag ist, der vergisst, dass mindestens zwei andere Mahlzeiten nicht optimal waren. Sicher hilft eine Fokussierung auf Positives, allerdings darf dies nicht bedingen, dass negative Aspekte komplett ausgeblendet werden. Wer jeden Tag auch nur ein wenig schummelt, der muss sich im Klaren sein, dass er/sie es nicht schafft auch nur einen einzigen Tag 100% zu geben.

 

7. DU FOKUSSIERST NUR DIE ANZEIGE DER WAAGE, NICHT DAS SPIEGELBILD

Das absolute Körpergewicht sagt nichts über die Körperzusammensetzung aus. Dennoch entscheidet die Anzeige auf der Waage für viele über Freud oder Leid. Das Fett soll weg: Dann muss es auf der Waage weniger werden! Ich will Muskeln aufbauen: Dann muss die Waage rauf! Dabei wird völlig außer Acht gelassen, dass sich trotz konstantem Körpergewicht eine Menge verändern kann – Muskeln sind schwerer als Fett. Du nimmst 2kg Fett ab, baust 2kg aktive Körpermasse auf, bist aber trotzdem unzufrieden weil sich „absolut nichts verändert“? Das Spiegelbild lügt nicht – positive Veränderungen machen sich optisch bemerkbar, auch wenn die Waage keine Veränderung zeigt.

Auch sollte man nur bedingt ein bestimmtes Wunschgewicht verfolgen: Gerade Frauen machen häufig die Erfahrung, dass sie trotz Erreichen des Wunschgewichts dann bei weitem nicht so aussehen, wie sie es sich vorgestellt haben. Niemand weiß, was deine Waage anzeigt, aber jeder sieht die Form deines Körpers. Orientiere dich an optischen Veränderungen (wenn diese das Ziel sind), nicht an der Waage. Eine BioSignature-Messung hingegen gibt genauen Aufschluss über kleinste Veränderungen, auch wenn diese nicht direkt augenscheinlich sind.

 

8. DU HAST FALSCHE ZEITLICHE VORSTELLUNGEN

Wie schnell sich Erfolge bemerkbar machen ist immer abhängig vom Einsatz und den jeweiligen Rahmenbedingungen. Klar ist, dass man keine Wunder erwarten darf. Gerade unerfahrene Trainierende haben oftmals eine unrealistische Vorstellung davon, in welchem Verhältnis Aufwand und Ergebnis stehen. Die Traumfigur entsteht nicht über Nacht. Hinter den Körpern unserer Vorbilder stecken oftmals jahrzehntelanges Training, saubere Ernährung und gesunder Lifestyle. Also nicht aufregen, wenn man nach der zweiten Trainingseinheit noch nicht am Ziel ist.

 

9. DU ZÄHLST LEDIGLICH KALORIEN

Lediglich die Kalorien zu zählen und nicht auf die Nährstoffe zu achten ist Nonsens. Unsere Körper sind keine Öfen, die Nahrung einfach in Wärme umwandeln. Jeder Körper ist anders und jedes Nahrungsmittel hat einen unterschiedlichen Effekt. 1000 kcal aus Steak mit Salat haben eine andere Wirkung als 1000kcal Nutella-Brötchen. Sicher ist die Menge an Nahrung auch entscheidend für den Erfolg, aber nicht nur. Du bist was du isst, nicht nur wie viel du isst. Nahrung hat Einfluss auf unseren Stoffwechsel und unsere Hormone – dies nicht zu berücksichtigen ist ein fataler Fehler.

 

10. DEIN KOPF STEHT DIR IM WEG

Die Psyche hat einen enormen Einfluss auf den Erfolg. Eine positive Einstellung und der Glaube an den eigenen Erfolg können die Ergebnisse maßgeblich positiv beeinflussen. Stetiges Zweifeln an sich selbst sowie eine Einstellung „Ich mache das zwar, hab aber eigentlich keinen Bock drauf“ hingegen haben gegenteilige Wirkung. Die Psyche hat massiven Einfluss auf unseren Körper – dasselbe Training und dieselbe Ernährung kann bei unterschiedlicher Einstellung völlig unterschiedliche Wirkungen haben. Wer das Training lediglich als Last und die Ernährung als Einschränkung betrachtet, der wird nie viel erreichen. Diejenigen, die Ihre Möglichkeiten sehen und suchen und trotz unvorhersehbarer Rückschläge das Beste aus der Situation machen, die kommen an ihr Ziel. Wir haben immer wieder festgestellt, dass die Kunden, die die positivste Herangehensweise an Ihr Ziel haben die besten Erfolge verzeichnen, auch wenn nicht immer alles optimal läuft.